Play Bow e.V. - Satzung

Stand: August 2019
Änderungen genehmigt durch die Mitgliederversammlung am 20. August 2019

§ 1 - Name und Sitz
(1) Der Verein führt den Namen „Play bow“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und danach den Namen „Play bow e.V.“ führen.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in 99867 Gotha.
(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 - Zweck, Leitbild und Gemeinnützigkeit
(1) Der Verein „Play bow“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO). Zweck des Vereins ist die Förderung des Tierschutzes.
(2) Die Zwecke bestehen in

  1. der Verbesserung und Förderung des Zusammenlebens von Menschen und Hunden durch z.B. Bildungsarbeit (Seminare, Workshops), Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen
  2. der Hilfe bei Konflikten, Verhaltensstörungen und Fragen zur Haltung durch Beratungs- und Interventionsangebote, therapeutisches Training
  3. der Aufklärung und Fortbildung von Kindern und Erwachsenen durch Bildungsarbeit (z.B. Seminare)
  4. dem Einsatz für artgerechte Hundehaltung durch Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsangebote und Lobbyarbeit
  5. dem Einsatz für gewaltfreie Hundeerziehung durch die Vermittlung entsprechender Trainingsmethoden und Lobbyarbeit
  6. der Förderung von Naturverbundenheit sowie Sozialkompetenzen der Hunde und Halter durch spezielle Beratungsangebote und Bildungsarbeit
  7. der Vorbeugung durch Hunde verursachter Unfälle durch Aufklärung (insbesondere der Risikogruppe Kinder) sowie Beratungs- und Bildungsangebote, Therapie sowie Lobbyarbeit
  8. der Unterstützung hilfsbedürftiger und sozial schwacher Halter durch niedrigschwellige Beratungsangebote und offene Sprechstunden
  9. der Unterstützung von Haltern in schwierigen Situationen durch allgemeine Beratung, Trauerbegleitung, Tierarztbegleitung
  10. der Integrationshilfe bei Tierheim- oder Auslandshunden durch Aufklärung und Beratung
  11. der Förderung des sozialen Miteinanders der Hundehalter- und freunde durch Einladung zum Dialog und Veranstaltungen
  12. der Förderung des Tierschutzes durch Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und Lobbyarbeit

(3) Neben den Mitgliedsbeiträgen beantragt er Fördermittel und sammelt für die Erfüllung seiner Aufgaben Spenden aller Art.
(4) Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb des Vereins wie zum Beispiel individuelle Beratung und Seminare darf ausnahmslos der Erfüllung der gemeinnützigen, ideellen Zwecke dienen, insbesondere der Bereitstellung rabattierter oder kostenloser Angebote für sozial Schwache und Hilfsbedürftige.
(5) Maßgeblich und bindend für alle Mitglieder und Aktivitäten ist das Leitbild des Vereins. Das Leitbild wird von der Mitgliederversammlung beschlossen. Änderungen kann nur die Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit beschließen.
(6) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Alle Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen oder durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, begünstigt werden.
(7) Der Verein ist unabhängig und überparteilich.

§ 3 - Mitgliedschaft

(1) Ordentliche Mitglieder des Vereins können alle volljährigen Personen werden, die einen schriftlichen Aufnahmeantrag beim Vorstand des Vereins gestellt haben und sich zu den Zielen sowie dem Leitbild des Vereins bekennen. Dieser entscheidet hierüber nach freiem Ermessen.
(2) Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Mitteilung des Annahmebeschlusses wirksam.
(3) Die Mitgliedschaft im Verein ist persönlich und nicht übertragbar. Sie endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.
(4) Der Austritt ist schriftlich gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende zu erklären.
(5) Ein Mitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es den Zielen, dem Ruf und dem Ansehen des Vereins geschadet hat.
(6) Jedes Mitglied hat einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
(7) Jedes Mitglied hat das Recht, bei der Umsetzung der Vereinszwecke aktiv mitzuwirken und an gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen. Jedes Mitglied hat gleiches Stimm- und Wahlrecht in der Mitgliederversammlung.
(8) Fördermitglieder des Vereins können alle volljährigen Personen werden, die den Vereinszweck durch Zuwendungen oder in anderer Weise fördern, die einen formlosen, schriftlichen Aufnahmeantrag beim Vorstand des Vereins gestellt haben und die sich zu den Zielen sowie dem Leitbild des Vereins bekennen. Der Vorstand entscheidet über den Antrag nach freiem Ermessen. Die Aufnahmegebühr für Fördermitglieder wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt.
(9) Fördermitglieder haben das Minderheitenrecht (§37 BGB) sowie Teilnahmerecht an der Mitgliederversammlung und dort Rederecht, aber kein Antragsrecht, kein Stimmrecht und kein aktives und passives Wahlrecht.
(10) Die Fördermitgliedschaft kann mit einer Frist von drei Werktagen zum Monatsende mit einer formlosen, schriftlichen Mitteilung an den Vorstand beendet werden.
(11) Für Fördermitglieder gelten §3 (2), (3), (5) entsprechend.
(12) Mitglied auf Zeit kann jede volljährige Person werden, die einen formlosen, schriftlichen Aufnahmeantrag beim Vorstand des Vereins gestellt hat. Der Vorstand entscheidet über den Antrag nach freiem Ermessen.
(13) Die Mitgliedschaft auf Zeit dient der Teilnahme an befristeten Vereinsmaßnahmen (Kurse, Aktionen, Projekte) und endet automatisch mit dem bei der Aufnahme schriftlich vereinbarten Befristungsablauf. Die Mitgliedschaft auf Zeit ist persönlich und nicht übertragbar.
(14) Die Aufnahmegebühr für Mitglieder auf Zeit wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt.
(15) Der Verein kann Beiträge erheben, deren Höhe und Fälligkeit von der Mitgliederversammlung festgelegt werden.
(16) Ausscheidende Mitglieder haben gegen den Verein keinen Anspruch auf Rückerstattung des Beitrages oder auf einen Anteil am Vereinsvermögen.
(17) Der Vorstand kann in begründeten Einzelfällen und unter Berücksichtigung der finanziellen Lage des Vereins von Mitgliedern Beiträge senken, stunden und/oder erlassen, ebenso eine Aufnahmegebühr. Dies gilt – bei entsprechenden Nachweisen - insbesondere für sozial Schwache, Studenten, Rentner und Halter von Tierschutzhunden.

§ 4 - Organe des Vereins
Organe des Vereins sind 1. der Vorstand und 2. die Mitgliederversammlung.

§ 5 – Vorstand
(1) Dem Vorstand des Vereins obliegen die Vertretung des Vereins nach § 26 BGB und die Führung seiner Geschäfte. Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden (auch Finanzvorstand), dem 2. Vorsitzenden (auch Fachvorstand) und dem Schriftführer. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1. und 2. Vorsitzenden je allein vertreten; im Übrigen vertreten zwei Vorstandsmitglieder den Verein gemeinsam.
(2) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, insbesondere für

  • die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlungen einschließlich der Aufstellung der Tagesordnung,
  • die Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung,
  • die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Anfertigung des Jahresberichts,
  • die Aufnahme neuer Mitglieder.

(3) Die Vorstandsmitgliedschaft setzt Vereinsmitgliedschaft voraus. Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand für die Dauer von zwei Jahren (beginnend mit der Feststellung der Wahl). Eine Wiederwahl oder die vorzeitige Abberufung eines Mitglieds durch die Mitgliederversammlung sind zulässig. Ein Mitglied bleibt nach Ablauf der regulären Amtszeit bis zur Wahl seines Nachfolgers im Amt.
(4) Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Beschlüsse des Vorstandes sind zeitnah zu protokollieren.

§ 6 – Finanzen
(1) Der Vorstand ist grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Die Mitgliederversammlung kann eine jährliche pauschale Tätigkeitsvergütung für Vorstandsmitglieder beschließen (Ehrenamtspauschale).
(2) Der Vorstand kann zur Erfüllung der Vereinsaufgaben Fremdunternehmen beauftragen. Dies betrifft insbesondere das operative Geschäft.
(3) Vorstandsmitglieder können in ein Angestellten-, oder Nebentätigkeitsverhältnis übernommen werden, wenn es die Interessen des Vereins erfordern. Dies kann nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgen, wenn die Finanzierung des Arbeitsverhältnisses nachweislich gesichert ist. Die Höhe der Vergütung muss vom Vorstand einstimmig beschlossen werden. Die Mitgliederversammlung kann ein Mitglied des Gesamtvorstandes ermächtigen, den Vertrag mit dem betreffenden Vorstandsmitglied abzuschließen.

§ 7 - Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Entscheidungen in folgenden Angelegenheiten:

  • Änderungen der Satzung,
  • Auflösung des Vereins,
  • Ausschluss von Mitgliedern aus dem Verein,
  • die Wahl und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands,
  • die Entgegennahme des Jahresberichts und die Entlastung des Vorstands,
  • die Festsetzung der Aufnahmegebühr und der Mitgliedsbeiträge.

(2) Mindestens einmal im Jahr hat der Vorstand eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich (auch per E-Mail) unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung folgenden Tag.
(3) Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.
(4) Der Vorstand hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn ein Viertel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt. Die Einladung erfolgt innerhalb von zwei Wochen in derselben Art wie zur ordentlichen Mitgliederversammlung.
(5) Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Zur Beschlussfassung erforderlich ist die einfache Mehrheit der gültigen, abgegebenen Stimmen. Zur Satzungsänderung ist eine Drei-Viertel-Mehrheit, zur Vereinsauflösung eine Neun-Zehntel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.
(6) Über den Ablauf der Mitgliederversammlung und die gefassten Beschlüsse ist ein Protokoll zu  fertigen. Dieses ist vom Protokollführer und vom Versammlungsleiter zu unterschreiben.

§ 8 - Auflösung, Beendigung aus anderen Gründen, Wegfall steuerbegünstigter Zwecke
(1) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den „Deutscher Tierschutzbund e.V.“ (53129 Bonn), der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
(2) Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

§ 9 - Inkrafttreten
Vorstehende Satzung wurde von der Gründungsversammlung am 05.02.2019 beschlossen. Sie tritt in Kraft, sobald der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gotha eingetragen ist.